Kinderhilfe Tschernobyl
Hilfe für die Opfer der Katastrophe
Durch den Reaktorunfall von Tschernobyl wurde in der ehemaligen Sowjetunion ein Gebiet von rund 150.000 km2 radioaktiv verseucht, eine Fläche mehr als dreimal so groß wie die Schweiz. In diesem Gebiet, das sich über die Ukraine, Weißrussland und Russland erstreckt, leben heute noch rund sieben Millionen Menschen. 300.000 bis 400.000 Menschen wurden evakuiert und in anderen Regionen angesiedelt.
Erkrankt sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) rund 125.000 Menschen.
Gesundheitliche Folgen
Wieviele Opfer die Katastrophe von Tschernobyl noch fordern wird, dies wird erst in den nächsten Jahrzehnten klar sein. In einem UN-Bericht zu den gesundheitlichen Folgen finden sich folgende Zahlen: In belasteten Gebieten der Ukraine erkranken die Bewohner um 30% häufiger als in anderen Regionen, die Zahl der Frühinvaliden ist 6-mal so hoch. Bei Kindern und Jugendlichen haben Erkrankungen des Blutkreislaufs um 43% zugenommen, bösartige Tumore um 38%.
Viele Menschen leider unter Depressionen. Besonders dramatisch ist der Schilddrüsen-Krebs bei Kindern: Die Fälle stiegen bei weissrussischen Kindern zwischen 1988 und 1995 um das 13-fache, in stark belasteten Regionen gar um das 300-fache. Ebenso die Zahl der Missbildungen bei Neugeborenen: Im extrem belasteten Gebiet Gomel wurden in den ersten sechs Jahren nach Tschernobyl sechsmal mehr behinderte Kinder geboren als vorher. Die Lebenserwartung der Menschen in der Ukraine hat in den vergangenen zehn Jahren um durchschnittlich fünf Jahre abgenommen. Dies ist auch auf die schlechte medizinische Versorgung und die wirtschaftliche Lage in den Ländern zurückzuführen.
All dies sind für die Eicher Hilfsorganisation "SOS Kinder von Tschernobyl" Gründe genug, die Hilfe für die Strahlenopfer und deren Nachkommen weiterhin fortzusetzen. Wer den eingetragenen Verein unterstützen möchte, kann dies z.B. auch durch eine Mitgliedschaft tun. Auch Kinder-Patenschaften sind möglich, Geld- und Sachspenden usw. Jede Hilfe wird gebraucht, auch Ihre! Weitere Informationen über den Verein finden Sie auf der Interseite des Vereins, sowie Informationen über das noch recht unbekannte Reiseland Ukraine, einen Reisebericht von einer Bergtour durch die ukrainischen Karpaten und vieles mehr.